Auf dem südlichsten Teil der Städtler Allmend soll ein neuer, lebendiger Arbeits- und Einkaufsort entstehen. Das Siegerprojekt aus dem Projektwettbewerb, den die Coop Genossenschaft und die Heinz Häusler AG als Landeigentümerinnen ausgeschrieben haben, sieht eine städtebaulich durchdachte Lösung mit attraktiven Bauten und gut gestalteten Aussenräumen vor.
Hinterberg Süd – städtebauliche Aufwertung für das ganze Gebiet
Coop plant hier ein vielseitiges Einkaufszentrum, für das Anfang Januar 2026 das Baugesuch bei der Gemeinde Cham eingereicht wurde. Geplant sind ein grosser Coop-Supermarkt, ein Möbelgeschäft, eine Apotheke sowie ein Baumarkt. Hinzu kommen Gastronomiebetriebe, Sportanlagen, eine neue Tankstelle mit Shop und eine Kita. Für Parkplätze ist mit knapp 300 Stellplätzen ober- und unterirdisch gesorgt. Die Investition beläuft sich auf rund 50 Millionen Franken.
Flexible Arbeits- und Begegnungsräume
Drei neue Bürobauten der Heinz Häusler AG werden die südliche Eingangspforte der Städtler Allmend prägen. Sie bieten flexibel anpassbare Räume für Unternehmen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Das Herzstück des Areals ist ein Platz mit öffentlicher Nutzung, etwa für Restaurants, ein Café, eine Bäckerei oder möglicherweise ein Hotel. So entstehen vielfältige Räume für Begegnungen, Arbeiten, Einkaufen und Geniessen.
Perspektiven für die Zukunft
Zudem ist ein Hochhaus mit bis zu 70 Metern Höhe vorgesehen, das das Areal zusätzlich prägen könnte. Der Bauablauf hängt vom Bewilligungsverfahren ab; der Jumbo-Baumarkt wird voraussichtlich Ende Juli 2026 in ein Provisorium ziehen. Damit geht das Projekt einen entscheidenden Schritt voran: Die Städtler Allmend entwickelt sich von einer grossen Brache zu einem lebendigen Standort für Wirtschaft, Einkaufen und Begegnung.
Das rund 300’000 Quadratmeter grosse Areal Städtler Allmend liegt zu zwei Drittel auf Chamer und zu einem Drittel auf Steinhauser Boden. Die beiden Gemeinden haben zusammen mit der Zuger Volkswirtschaftsdirektion und Investoren eine Netzwerkgruppe gegründet. Wir haben bei Georges Helfenstein, Gemeindepräsident von Cham, nachgefragt.
Was ist das Ziel der Netzwerkgruppe Städtler Allmend?
Unser Ziel ist es, gemeinsam die nachhaltige Entwicklung der Städtler Allmend voranzutreiben, die Attraktivität weiter zu steigern und Vorzüge des Standorts gezielt zu vermarkten.
Was sind die Aufgaben einer solchen Netzwerkgruppe?
Eine wichtige Aufgabe ist die transparente Information der Anwohner und ansässigen Firmen. Dabei geht es einerseits um die Bauvorhaben der Investoren, aber auch um die Investitionen der Gemeinden und des Kantons in Infrastrukturen für den individuellen und öffentlichen Verkehr. Gerade in Verkehrsfragen braucht es aber auch die Verkehrsteilneh-merinnen und -teilnehmer.
Wie meinen Sie das? Ein neues Mobilitätsverhalten in den Unternehmen?
Die Unternehmen können mit verschiedenen Massnahmen einen Beitrag leisten. Dazu gehören die Förderung von alternativer Mobilität durch E-Bike-Stationen, Car-Sharing oder auch flexible Arbeitszeiten und -formen. Gemeinsam können wir auch in dieser Hinsicht Leuchtturmprojekte schaffen.
Das Areal hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Was bringt die Zukunft?
Ja, mit den beiden Projekten «Helix» und «Rigiblick» sind neue Akzente im Quartier gesetzt worden. Renommierte Unternehmen haben sich hier angesiedelt und Arbeitsplätze geschaffen. Der nächste Entwicklungsschritt steht jetzt im Teil Hinterberg Süd bevor.