Zukunft gestalten auf starker Basis

Wie lässt sich ein Arbeitsgebiet für dort ansässige Betriebe und ihre Mitarbeitenden wie auch für neu anzusiedelnde Firmen aufwerten und attraktiver gestalten? Der Verein Zukunft Bösch zeigt mögliche Wege auf.

Im Auftrag des Vereins Wirtschaftsregion ZUGWEST entwickelte die Firma KEEAS Zürich 2018 ein Vorgehensmodell zur nachhaltigen Entwicklung von Arbeitsgebieten. Im Arbeitsgebiet Bösch wurde das Modell erstmals angewendet. Unter Einbezug von ansässigen Firmen und Grundeigentümerinnen entstand so die Entwicklungsvision Bösch. Im März 2019 gründete sich der Verein Zukunft Bösch mit heute über 50 Mitgliedern. Wir haben mit Marco Hofer, dem Vereinspräsidenten und einem von 140 Grundeigentümern, über die Vision gesprochen.

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Marco Hofer, Vereinspräsident Verein Zukunft Bösch

Futuristische Türme mit Rutschen, Rampen für LKW, selbstfahrende Busse – die Vision überrascht mit spannenden Ideen. Sind sie realistisch?

Die Ideen sind nicht so unrealistisch, dass man nicht an sie glauben darf. In London gibt es eine ähnliche Rutschbahn, Rampen für LKW sind in der Industrie bekannt, der selbstfahrende Bus ist ein Pilotprojekt der SBB. Die Ideen wecken Interesse, einen Wandel im Bösch einzuläuten.

Bei einer Umfrage wurden die Bedürfnisse der ansässigen Firmen eruiert: Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

Die ansässigen Firmen brauchen mehr Platz. Gerade für das Gewerbe ist es nötig, dass die Gebäude mehrgeschossig genutzt werden können. Die Strassenräume sind zu eng, das Parkieren unübersichtlich. Es besteht der Wille, hier gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Motivation der Grundeigentümer ist gross, wir bekommen viele positive Reaktionen.

Die Landreserven sind beschränkt. Wie wollen Sie Raum schaffen?

Mit verdichtetem Bauen wie etwa den drei Hochbauten mit flexiblen Boxen für KMU. Die Standorte dafür sind mit den Grundeigentümern abgesprochen. Jetzt folgt eine Machbarkeitsstudie.

Sie haben die Vision im Juni 2020 präsentiert. Wie geht es jetzt weiter?

Bis Ende Jahr liegt die Vision in gedruckter Form vor, und wir formulieren unsere Prioritäten. Dann beginnen zusammen mit dem Kanton die Vorarbeiten für einen Bebauungsplan. Mit allen Involvierten möchten wir die Voraussetzungen schaffen, dass aus Visionen Projekte

entstehen. Gleichzeitig werden wir die Zusammenarbeit im Bösch intensivieren, sodass wir das attraktivste und ökologisch vorbildlichste Arbeitsgebiet im Kanton Zug werden.

Da ist was im Busch im Bösch

Flexibel zu Hochhäusern gestapelte, energieautarke Boxen schaffen attraktive Räume für KMU-Betriebe und Einzelunternehmen. Besonders die Rutschbahnen, die anstelle von teuren Treppenanlagen vorgesehen sind, sollen unkonventionelle Unternehmen anlocken. Lastwagen liefern über Rampen auch in die Obergeschosse, was Gewerbebetrieben neue Möglichkeiten bietet. Ein Energie- und Mobilitätshub versorgt die Arbeitsplätze mit Energie und schafft ein vielfältiges Angebot an Mobilität wie E-Bikes, Carsharing und Elektroautos sowie einen selbstfahrenden Bus nach Rotkreuz. Die überirdischen Parkplätze verschwinden, sodass Freiräume für die Umgebungsaufwertung geschaffen werden können.

Eine Ringstrasse entlastet das Zentrum, damit dort Begegnungs- und Aufenthaltszonen möglich werden. In direkter Umgebung zur International School entsteht ein Bildungscampus, der die zukünftige «Smart City im Naturpark» verkörpern soll. Ein attraktiver Naturgürtel für alle rundet die Vision ab. Man darf gespannt sein, wie das Bösch der Zukunft aussehen wird.

Mehr über die Vision Zukunft Bösch www.zukunftboesch.ch

Gesamtvision Bösch - Es ist was im Busch im Bösch

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Modell Gesamtentwicklung Arbeitsgebiete

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