Nachgefragt bei Stefan Frischknecht von Raiffeisen und Pirmin Häfliger von UnternehmerPLUS

Unternehmensnachfolge und Finanzplanung im Fokus

Wie gelingt eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge? Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich mit der Übergabe des eigenen Unternehmens zu befassen? Und welche Rolle spielt eine vorausschauende Finanzplanung für Unternehmerinnen und Unternehmer?

Im Interview geben Stefan Frischknecht von Raiffeisen und Pirmin Häfliger von UnternehmerPLUS Einblicke in diese zentralen Fragen und zeigen auf, weshalb es sich lohnt, sich frühzeitig mit Nachfolge und Finanzplanung auseinanderzusetzen.

Das Gespräch bietet einen Vorgeschmack auf den ZUGWEST Co-Event mit UnternehmerPLUS «Zukunft sichern – Unternehmensnachfolge und Finanzplanung» vom 1. Juli in der Raiffeisenbank Cham-Steinhausen.

Unternehmensnachfolge und Finanzplanung im Fokus

ZUGWEST: Warum sollten Unternehmerinnen und Unternehmer ihr Unternehmen übergabefit machen?

Stefan Frischknecht: Unternehmerinnen und Unternehmer tragen Verantwortung, nicht nur für den laufenden Betrieb, sondern auch für die Zukunft ihres Unternehmens. Wer frühzeitig mit der Nachfolgeplanung beginnt, schafft Klarheit und Handlungsspielraum. Wie bei einem Umzug: Auch hier lohnt es sich, Ballast abzuwerfen. Das bedeutet: Strukturen straffen, sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und sich von allem trennen, was nicht betriebsnotwendig ist. Da denke ich an Liegenschaften, Beteiligungen oder veraltete Kooperationen. Potenzielle Nachfolger suchen ein fokussiertes, schlankes Unternehmen und kein Sammelsurium. Auch nicht betriebsnotwendige Liquidität kann den Verkaufsprozess erschweren, denn sie bläht die Bilanz unnötig auf und macht das Unternehmen für potenzielle Käufer weniger attraktiv.

Wir freuen uns sehr, dass uns Jérôme Andermatt, Geschäftsführer und Partner von Assetras, Impulse gibt, wie die Firma in die richtigen Hände gelangt. Im Podiumsgespräch erzählt Nino Izzi aus eigener Erfahrung, wie er die Nachfolgeregelung für die Heller Druck AG und silent studio umgesetzt hat. Das wird ein informativer und spannender Abend werden.

Wer soll das Unternehmen weiterführen?

Stefan Frischknecht: Diese Frage ist für mich die zentralste. Je früher man sich damit befasst, desto besser. Ob Familienmitglied, Mitarbeitende oder externe Käufer: Wer rechtzeitig plant, hat mehr Optionen und kann gezielt Weichen stellen. Wenn ein Verkauf zurzeit nicht infrage kommt, sollten potenzielle Nachfolger frühzeitig Verantwortung übernehmen, idealerweise in leitender Funktion. Beteiligungsmodelle wie Mitarbeitendenaktien schaffen zusätzliche Bindung. Und ganz wichtig: Gib deinem Nachfolger Zeit, sich zu entwickeln. Unternehmerisches Denken und Führungskompetenz entstehen nicht über Nacht. Wer heute befähigt, sichert für morgen die Zukunft und bewahrt die Werte und Kultur des Unternehmens.

Warum ist eine frühzeitige Finanzplanung für Unternehmen entscheidend?

Pirmin Häfliger: Unternehmerinnen und Unternehmer investieren viel Energie in den Aufbau und die Führung ihres Unternehmens. Meine Erfahrungen zeigen, dass dabei die eigene, private Finanzplanung oft im Hintergrund bleibt. Doch gerade hier liegt ein entscheidender Hebel: Wer frühzeitig Klarheit über seine persönliche finanzielle Situation hat, kann bewusster entscheiden. Eine ganzheitliche Finanzplanung hilft, private und geschäftliche Ziele in Einklang zu bringen, Risiken frühzeitig zu erkennen und finanzielle Freiräume zu schaffen.

Welche Themen sollten Unternehmen im Blick behalten – und wie unterstützt UnternehmerPLUS?

Pirmin Häfliger: Unternehmerinnen und Unternehmer bewegen sich oft zwischen geschäftlichem Erfolg und privater Absicherung. Deshalb ist es entscheidend, beide Perspektiven gemeinsam zu betrachten. Themen wie Liquiditätsmanagement, Investitionsplanung, Altersvorsorge, Nachfolgeregelung und Risikomanagement betreffen sowohl das Unternehmen als auch die persönliche Zukunft. Oft wird unterschätzt, welchen finanziellen Mehrwert ein ganzheitlicher Finanzplan bringen kann. Durch die strukturierte Analyse aller Vermögens-, Risiko- und Steueraspekte entstehen Optimierungspotenziale, die man im Alltag leicht übersieht.

Genau das wird Raiffeisen-Finanzplanungsexpertin Nicole Zemp aufzeigen:: wie Unternehmerinnen und Unternehmer ihre privaten und geschäftlichen Ziele harmonisieren und gleichzeitig finanziell spürbar profitieren. Das Resultat ist eine solide, zukunftsorientierte Finanzstrategie, die sowohl das Unternehmen stärkt als auch dem Unternehmer langfristige Sicherheit und Freiraum bietet.

Zum Schluss: Warum sollten die ZUGWEST-Mitglieder am 1. Juli unbedingt zum ZUGWEST Co-Event kommen?

Pius Vogel, Moderator: Dieser Anlass ist eine echte Chance, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die für Unternehmerinnen und Unternehmer wirklich zählen. Fachleute zeigen auf, wie eine Unternehmensübergabe in der Realität funktioniert. Gleichzeitig öffnet der Event die Augen für finanzielle Möglichkeiten und Stellschrauben, die vielen von uns bisher gar nicht bewusst waren – sowohl für die eigene Zukunft als auch für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens.

Es ist ein Anlass voller Inspiration, neuer Denkanstösse und konkreter Ideen. Durch die interaktive Gestaltung entsteht ein echtes Miteinander und natürlich bietet sich auch Raum, sich auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

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