Robotik – vom Trend zur Realität

Rund 160 Mitglieder trafen sich am 30. April im Mitarbeitendenrestaurant der Roche Diagnostics in Rotkreuz und erfuhren am ZUGWEST Frühjahresanlass 2026 einiges über aktuelle Trends und praxisnahe Einsatzmöglichkeiten von Robotik in Wirtschaft und Gewerbe. Der Anlass machte deutlich: Robotik ist längst Teil der Gegenwart.

Der Abend begann bewusst ungewöhnlich: Enrico Lenzin eröffnete den Anlass mit einem musikalischen Brückenschlag zwischen Tradition und digitaler Klangwelt. Das Zusammenspiel von Alphorn und elektronischen Loops sorgte gleich zu Beginn für Aufmerksamkeit und machte deutlich: Wandel darf auch überraschen.

Thomi Jeker moderierte den Anlass souverän und setzet den thematischen Rahmen: Robotik als Realität im Unternehmensalltag – mit Chancen, Fragen und Dynamik für die Region ZUGWEST. Anschliessend folgte die Einführung durch Gastgebervertreter Pascal Meyer (WIK), der das Jahresmotto «Stark im Wandel» aufnahm

Mehr Lebensqualität durch Technologie
Mehr Lebensqualität durch Technologie

In seiner Keynote zeigte Prof. Dr. Robert Riener, wie Robotik im medizinischen Bereich bereits heute konkrete Wirkung entfaltet. Anhand praxisnaher Beispiele wurde deutlich, wie Technologien Pflegepersonal entlasten und gleichzeitig die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten verbessern.

Robotische Systeme kommen in der Rehabilitation zum Einsatz, etwa zur Unterstützung nach einem Schlaganfall oder bei Lähmungen. Sie ermöglichen gezielte, wiederholbare Bewegungsabläufe und fördern damit den Heilungsprozess. In der Pflege können Assistenzsysteme körperlich belastende Aufgaben übernehmen und so Fachkräfte entlasten.

Auch im Alltag findet Robotik zunehmend Anwendung, etwa zur Unterstützung beim Gehen oder beim Sport, und fördert so Mobilität und Selbstständigkeit.

Robotik auch für KMU
Robotik auch für KMU

Dr. Vincent Revol vom CSEM zeigte auf, wie auch KMU und Gewerbebetriebe konkret von Robotik profitieren können, anhand von konkreten Beispiele aus der Praxis, etwa in der Produktion, Qualitätssicherung oder Logistik.

Revol machte deutlich, dass moderne Robotiklösungen heute flexibler, modularer und damit auch für kleinere Betriebe zugänglich sind. Sie helfen, Prozesse effizienter zu gestalten, Fachkräfte gezielt zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Institutionen wie das CSEM unterstützen Betriebe bei der Einführung solcher Technologien – von der ersten Idee über die Entwicklung bis hin zur Umsetzung und Integration in bestehende Abläufe.

Wenn Maschinen mitreden
Wenn Maschinen mitreden

Ein besonderes Highlight war der humanoide Roboter Henrietta, der von IT-Unternehmer René Vogel trainiert wurde. Im Interview mit Thomi Jeker sorgte sie für viele Lacher und staunende Blicke – nicht zuletzt, weil sie erstaunlich witzig war, obwohl sie Ironie gemäss eigenen Aussagen nicht versteht. Die Szene zeigte, wie nah Technologie und Alltag inzwischen zusammengerückt sind.

    Zukunft zum Anfassen am Apéro
    Zukunft zum Anfassen am Apéro

    Beim anschliessenden Apéro Riche verlagerte sich der Fokus vom Programm in den persönlichen Austausch. Und auch Henrietta blieb präsent: Sie bewegte sich durch die Gäste, machte Bemerkungen und sorgte für Momente, in denen die Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine für einen Augenblick in den Hintergrund rückte.

    Der ZUGWEST Frühjahresanlass zeigte eindrücklich: Robotik ist nicht mehr Zukunftsmusik, sondern Realität. Zwischen wissenschaftlicher Tiefe, praktischen Anwendungen, musikalischen Experimenten und einem überraschend kommunikativen Roboter entstand ein Abend, der in Erinnerung bleibt.

    Impressionen vom ZUGWEST Frühjahresanlass 2026

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